Proteste stellen die falsche Frage

Man sieht im Fernsehen die Bilder aus Berlin, Hamburg, Köln unter anderen deutschen Grossstädten, wo Leute gegen AfD demonstrieren. Ich verstehe, dass sie dem Rest der Welt zeigen wollen, dass die modernen Deutschen keine Nazis sind. Ich habe Angst aber davor, dass sie die gleichen Fehler wie in anderen Ländern wiederholen.

Auf einem Plakat steht es “Ganz Berlin hasst AfD”. Das ist aber mehr Wunsch als Wirklichkeit. Den Protestierenden würde ich dementsprechend eine Frage stellen. Wie viele AfD-Wähler kennen Sie überhaupt? Darin liegt das Problem.

Wer den Gegner nicht genau kennt, der kann das Spiel nicht gewinnen. Es genügt nicht, gegen andere Wähler zu protestieren. Man muss versuchen, zu verstehen, warum diese MitbürgerInnen so gewählt haben, damit sie das nächste Mal nicht so wählen. Das ist mit Sicherheit eine schwierige Aufgabe.

Der ganze Westen muss den Weg finden, damit wir demokratisch und respektvoll über Einwanderung, Multikulturalismus oder sogar auch Identität miteinander sprechen können. Politik geht nicht nur um die wirtschaftliche Lage, sondern um Menschen und auch Gefühle. 

Die Antworten habe ich mit Sicherheit nicht. Wir müssen aber zunächst zusammen die richtigen Fragen stellen. Weltweit geht es um die Zukunft der Demokratie selbst. 

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